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Guter Rat vom Imkervater

Guido Sklenar

Guido Sklenar

“Aber zu einem Ankauf rate ich Dir ganz besonders, den darfst Du auf keinen Fall verabsäumen. Es ist dies ein Büchlein. In das notierst Du vom ersten Tage an alle Arbeiten die Du am Bienenstand vollführst. Dies Büchlein wird Dein Standbuch, jedes Volk erhält in diesem sein Blatt mit seiner Stocknummer.

Und hier vermerkst Du nun alle wichtigen Arbeiten und Befunde bei diesem Volke. Aber noch für etwas lass Dir Raum in diesem Schreibbuche, für deine gesammelten Erfahrungen, die du ganz kurz vermerkst und für die Witterung der einzelnen Jahre mit Datumsangabe des Reinigungsflugs, der ersten Pollentracht, der Erweiterung der Völker , Schwarm- und Trachtbeginn, Reizfütterung, Auffütterung und Einwinterung und dergleichen mehr. Führst Du in allem genau Buch, du wirst mir froh ins Auge blicken, denn du wirst dich als ganzer Imker fühlen, frei von jedem Schuldbewußtsein.

Wir müssen Buch führen, denn leider ist unser Gedächtnis nicht in allem treu genug.”

G. Sklenar, Imkerpraxis, 1926, Seite 23

Wahlzucht nach Sklenar

Die Wahlzucht von Guido Sklenar – ein Baustein für eine artgerechte Resistenzzucht

Kann es eine artgerechte Bienenzucht geben? Die Begriffe passen augenscheinlich nicht zusammen. Aus diesem Grund möchte ich eher den Begriff „Wahlzucht“ von Guido Sklenar einführen, der die Auslese von Völkern mit erwünschten Eigenschaften meint.

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Heinrich Storch

“Und doch ist es so, dass man sich, selbst bei geringer Völkerzahl, wichtige Daten über verschiedene Befunde und ausgeführte Maßnahmen, von denen mancherlei abhängen kann, nicht für mehrere Tage genau merkt, welche Tatsache sich oft in mehrfacher Hinsicht negativ auswirkt.

Sofort vorgenommene und gewissenhafte Aufzeichnungen hierüber sind daher unerlässlich.

Ich verwende dafür Kärtchen, die ich mir in Postkartengröße aus recht steifem, hellem Papier einheitlich zuschneide. Ihr “Kopf” oberhalb eines Trennstrichs enthält außer der Stocknummer nur kurze Angaben über Alter, Herkunft und Abstammung der Königin. Ein lotrechter Strich links im Kärtchen schafft den Raum für das Datum. Gewöhnt man sich an feststehende Abkürzungen, so nehmen diese Aufzeichnungen nur geringen Raum ein. Hierfür einige Beispiele: Für Honih H, Honigraum HR, Mittelwand Mw, Weiselzelle Wz, Königin, Vorschwarm VS, Nachschwarm NS, Brutwabe Bw, Baurähmchen BR, Zuchtstoff Z, Entweiselung W und dergleichen.

Für “entnommen” setzt man das Zeichen – (minus), für “verabreicht” oder “gegeben” das Zeichen + (plus), so dass z.B. bei Entnahme einer Brutwabe einfach vermerkt wird: 16.5. 1 Bw -“

H. Storch, Der praktische Imker, S.98

KAP

“Vollkommenes gibt es recht, recht wenig in der Welt, und auf unseren Bienenständen sieht es nicht anders aus.

Wer richtig auswählen will, muss zu beobachten verstehen. Er soll fleißig und regelmäßig, scharf und kritisch beobachten. Sein Urteil darf nicht voreilig, sondern folgerichtig, bedächtig, muß frei sein von jeder Gefühlsduselei. Immer geht es darum, zu prüfen, ob der äußere mit dem inneren Befund übereinstimmt und umgekehrt.

Und dann das Wichtigste: schreiben, schreiben! Dein gutes Gedächtnis in Ehren, aber die Fülle des zu Merkenden ist so groß, dass es kaum anders geht. Du willst doch auch an den langen Winterabenden um deiner Völker willen arbeiten. Vielleicht bist Du auch Wochenendimker, und Beruf und Familie verlangen auch ihr Recht. Du weißt ja, was Du aufzuspüren hast, um richtig auswählen zu können, du weißt also, dass es sich um eine laufende Arbeit durch das ganze Jahr hindurch handelt. Da ist es schon besser, wenn Du immer nachlesen kannst, was Dich im Augenblick beschäftigt.”

KAP, Wahlzucht auf kleinen Bienenständen, 1947, S.13

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